Entwicklungen Beim Rückblick auf die vergangenen Jahre waren es drei wichtige Entwicklungen, auf denen die Bedeutung der DGH basiert:
- Die DGH stand schon seit ihrer Gründung nicht nur Psychologen, sondern auch Ärzten und Zahnärzten offen. Dennoch war sie zu Beginn im Wesentlichen ein Verband von Diplompsychologen. Inzwischen aber ist der Anteil der Ärzte auf über 30 Prozent angestiegen und damit ist die DGH - wie von den Gründungsmitgliedern gewollt -ein berufsübergreifender Fachverband geworden, auf deren Tagungen sich nicht nur Klinische Psychologen und ärztliche Therapeuten austauschen, sondern auch die Erfahrung der mit Hypnose arbeitenden Internisten, Anästhesisten, Gynäkologen, praktischen Ärzte, Kinderärzte und Zahnärzte eingebracht werden.
- Die DGH war und ist entscheidend an der Darstellung der Hypnose in der Öffentlichkeit beteiligt. Es gibt kaum eine Fernsehsendung über Hypnose oder entsprechende Berichte in Zeitungen und Magazinen, in denen nicht DGH-Mitglieder zu Fragen der Anwendung von Hypnose etc. Stellung genommen hätten. Inzwischen scheint auch das Bemühen der DGH, gegen das Interesse der Medien an sensationellen Berichten vorzugehen und auf seriöse Berichterstattung zu drängen, Früchte getragen zu haben. Daran waren sicher auch die Bücher beteiligt, die von DGH-Mitgliedern für Laien, Psychotherapeuten und Zahnärzte in den letzten Jahren veröffentlicht wurden.
- Der DGH ist es im Laufe der vergangenen Jahre gelungen, das internationale Parkett nicht nur zu betreten, sondern dort auch gestaltend mitzuwirken: Die DGH ist Mitglied der International Society of Hypnosis (ISH) und der European Society of Hypnosis (ESH). Sie ist in den Vorständen sowohl der ISH wie der ESH, den mit über 10 000 Mitgliedern wichtigsten internationalen Hypnoseverbänden, vertreten. Der vorläufige Höhepunkt der internationalen Entwicklung der DGH war der 5th European Congress of Hypnosis, den die DGH 1990 als Gastgeber an der Universität Konstanz ausrichtete. Über 800 Psychologen, Ärzte und Zahnärzte aus aller Welt nahmen daran teil. Begonnen hatte die internationale Öffnung mit einer Einladung der DGH zu einem Treffen der Vorstände der Hypnosegesellscbaften der Schweiz, Osterreichs, Belgiens, Hollands und der BRD in Köln 1986, wo über Formen der Kooperation diskutiert wurde. Heute bestehen enge Kontakte insbesondere zu
Belgien, Holland, Schweden und der Schweiz, deren Vertreter regelmäßig an den DGH-Tagungen teilnehmen. Die vielfältige Einbindung in die internationale Hypnoseszene wird auch weiterhin wichtig für die DGH bleiben, weil sie die Teilhabe an den internationalen Entwicklungen gewährleistet.
Am 05. Oktober 2000 gründeten die Vorstände von 11 Hypnosegesellschaften aus Deutschland, Österreich und der Schweiz den " Wissenschaftlichen Beirat der deutschsprachigen Hypnosegesellschaften" zur Förderung und Anerkennung der Hypnose in Forschung und Praxis.
Walter Bongartz, Konstanz
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